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Endlich wieder ein „(fast)normales“ Leben!

Heute gibt es was zum Feiern. Nach über 6 Wochen Odyssee in Lagerhallen, auf Lkws und per Flugzeug ist nämlich mein ganzes Hausrat endlich bei mir angekommen! Somit ist mein zwei Monate langes Leben auf Koffern ist nun offiziell zu ende.

Ich hätte die Sachen wesentlich früher bekommen können, hätte ich fürs Clearing bei Zoll nicht ein Residence-Permit mit mindestens 365 Tage Aufenthaltsgenehmigung vorlegen müssen. Nur hat das Immigration-Office mir aber unerklärlicherweise fünf Tage abgezogen und nur 360 Tage Aufenthalt ausgestellt (ein Jahr hat in China auch 365 Tage, möchte man meinen). Ich musste daraufhin noch einen offiziellen Erklärungsbrief vom Arbeitgeber inklusive Stempel beifügen, damit der Zoll meine Sachen freigibt. Die Logistik-Firm hatte mir dafür einen Briefentwurf geschickt, der prompt von der Rechtsabteilung meiner Firma abgelehnt wurde, weil darin stand, dass die Firma den Antrag für meinen Aufenthalt zu spät eingereicht hat, was natürlich nicht stimmt. Aber man darf ja nicht ehrlich reinschreiben, dass das chinesische Immigration Office Mist gebaut hat. In China ist die staatliche Autorität ja bekanntlich unfehlbar…Also musste der Brief angepasst werden. Lange Worte kurzer Sinn, Bürokratie vom feinsten. Aber am Ende hat dann doch alles geklappt und nichts wurde beschädigt oder entwendet. Selbst mein Cowboy-Hut hat die Reise ohne Knick überlebt. Nun habe ich auch deutlich mehr Auswahl hinsichtlich Outfits,  muss auch nicht mehr sparsam mit meinem Aftershave umgehen und das erfreulichste, ich habe meine Turnschuhe wieder und kann endlich wieder laufen gehen! Das hat mir in den letzten Monaten  doch sehr gefehlt. 🙂

Apropos Laufen, von 29. April bis 3. Mai findet übrigens das jährliche Seoul Tango-Festival statt. Dort treffen sich die besten Tango-Tänzer aus ganz Asien. Mich juckt es schon in den Fingern, mal vorbeizuschauen. Die Unbekannte ist hier eher, ob ich bis dahin ein passables Niveau erreiche. Zur Zeit sieht es wohl eher nicht danach aus. Die Doppelbelastung Salsa und Tango macht sich doch arg bemerkbar. Plus obligatorisches Wochenende-Sightseeing komme ich fast zu nichts anderem. Aber auf dieser Weise kommt mein innerer Schweinehund auch nicht etwa auf die blöde Idee, einen Abend alleine vor der Glotze zu verbringen,  auch wenn das Satelliten-Fernsehprogram im Hotel wirklich verlockend gut ist. 😀