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Über Start-ups und Liberalismus als Exportgut

Interessater Artikel auf SPON über ein junges IT-Unternehmen in Indien, geführt von einem jungen Deutsch-Chinesen und einem Franzosen.  Eigentlich eine von den vielen typischen Start-up-Stories, wie man sie, seit es Internet gibt, zu tausenden lesen kann.

Das faszinierende an dieser Story ist eigentlich,  zu was Menschen im Stande sind, wenn sie nur den Raum zur persönlichen Entfaltung bekommen und zur richtigen Zeit die richtigen Leute treffen. Schwellenländer wie Indien und China bieten in der Hinsicht kreative junge Köpfe genau den richtigen Nährboden, um  ihre Visionen Realität werden zu lassen. Dort ist man weitgehend befreit von der festgefahrenen Zurückhaltung, die hierzulande Risikoscheue honoriert und Wagemut bereits im Keim erstickt.

Es ist eigentlich traurig, dass in Deutschland an den Unis Unternehmertum gepredigt werden,  die Absolventen aber zur Umsetzung des Gelernten die besten Bedingungen eher im Ausland finden. Aber das ist eben auch ein Aspekt der Globalisierung. Die Schwellenländer brauchen dringend visionäre „Macher“, die sie mit ihrem eigenen maroden Bildungssystem nur ungenügend heranzüchten können. Dieser Hunger muss von westlichen Ländern wie Deutschland verantwortungsvoll  durch Bildungsexport „Made in Germany“ gedeckt werden. Derzeit ist es natürlich bar jegliche Langzeitstudie hinsichtlich Folge und Erfolge für Standort Deutschland, hat dafür aber auf jedenfall den netten Nebeneffekt, Schwellenländer mit liberalistischem Gedankengut „durcktränken“ zu können.

Ganz nebenbei freut es mich natürlich persönlich, dass die jungen Enterpreneure mit ihrer Erfolgstory wieder eins gezeigt haben, Diversifikation ist Trumpf! Und ein multi-kultureller Werdegang ist nicht nur sexy sondern auch unverzichtbar, um international bestehen zu können. 😉

Kleine asiatische Runde (亚洲小组)

Vor kurzem habe ich ja berichtet, dass diese Woche  drei indischen Kolleginnen bei uns zu Besuch sind. Gestern Abend habe ich und mein Qualitätsmanager sie zum Abschied in ein bekanntes türkisches Restaurant in Mannheim eingeladen.

Der Abend fing aber damit an, dass unser Weg zum Restaurant zufällig an einem Schuhgeschäft vorbeiführt…Diese Tatsache hat dazugeführt, dass unser Abendessen daraufhin um fast eine Stunden nachhinten verschoben werden musste… Es ist aber interessant, dass die Faszination für High Heels bei Frauen offensichtlich kulturübergreifend ist 😉

Im Restaurant endlich angekommen, entpuppt sich die Auswahl der Gerichte natürlich als nicht ganz einfach, da alle drei Vegetarier sind. Und als eine von ihnen noch nebenbei anmerkte, dass sie keine Milchprodukte isst, waren wir schon auf und dran wieder die Lokalität zu wechseln. Aber nach einigen Querdiskussionen stellte sich dann zum Glück heraus, dass die Definition „vegetarisch“ in indischem Sprachgebrauch doch ein etwas dehnbarer Begriff ist. Zumindest Hühnerfleisch, aber nur Hühnerfleisch, könnte sie essen… Als wir noch einwenig nachgebohrt haben, hat sie sich dann sogar breitschlagen lassen, Lammfleisch zu probieren… Ich bin mir sicher, wenn die Diskussion weitergegangen wären, hätte sie alles gegessen..obwohl sie natürlich eigentlich Vegetarierin ist.

Ansonsten hat ihnen die türkische Küche offenbar sehr gut gemundet. Zu meiner Überraschung zeigten sich die Inderinnen auch sehr gesprächig und äußerten sich durchaus offen auch zu kontroversen gesellschaftlichen und politischen Themen. Für die anderen Stammgäste müsste unsere kleine Runde ein ziemlich exotisches Bild abgegeben haben. Es kommt doch nicht alltäglich vor, dass Chinesen, Araber und Inder aufgeregt auf Englisch über Vor- und Nachteile  staatlicher Geburtenkontrolle diskutieren und dabei zur türkischen Musik Lahmacun rollen und Ayran schlürfen… 🙂

前几天我报道了关于这星期我们公司里来了三位印度女同事作培训的事. 作为告别礼,昨晚我和我们质量部经理陪她们去了曼海姆的一家比较有名的土耳其餐厅.

这晚是如此开幕得… 去餐厅的路上我们偶然经过一家鞋店. 这一来我们吃晚饭的计划就被推迟了差不多一个多小时…有趣的是, 不管那样的文化背景, 原来女人看到了高根鞋都会不要命… 😉

总算到达餐厅之后,点菜的任务成为了一个不小的挑战,因为三位都说吃素的. 当接着有一位还说她连奶制品也不吃的时候, 我们已经差不多决定换地方吃饭了. 激烈讨论后的结果是,“素“食这定义的幅度在印度看来算是比较大的. 起码鸡肉, 但只限鸡肉,是可以接受的...第二轮讨论的结果是, 羊肉其实也可以尝尝...我可以肯定, 如果我们再讨论下去的话, 她什么都会吃...当然她其实还是吃素为主…

除了这以外,她们都说土耳其菜好吃.使我惊讶的是,她们都挺会说话. 面对社会和政治方面某些争议性的题目她们也照谈而并不回避.我想对于餐厅里的其他常客来说,我们这帮食客可以算是比较特殊吧.起码不是每天都能看到中国人, 阿拉伯人和印度人坐在一起用英语来激烈讨论关于国家规定出生控制的优势与劣势,同时在土耳其音乐地陪奏下卷土耳其比萨和喝酸奶. 🙂

Türkisches Lokal in MannheimAsiatische Runde