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Sieben Tage in Tibet – Tibetische Schweiz

Nach einer kurzen Übernachtung in Bayi fuhren wir am nächsten Tag wieder zurück nach Lhasa. Die Fahrt war landschaftlich wieder ein Augenschmaus. Aber im Falle dieses unglücklichen Buses sorgte sie offenbar nicht nur für eine Ablenkung  der Passagiere. Ein anderer Grund um spektakulär vom Weg abzukommen wäre im Hinblick auf die vielen Warnschilder schwer vorstellbar, selbst wenn der Fahrer nur Englisch gekonnt hätte.

Als Highlight des Tages besuchten wir den See Basomtso, welcher dem sich aufdrängenden Bild von tibetischer Schweiz noch mehr Nahrung gab. Es fehlten eigentlich nur noch die Schweizer Fahne und die pittoresken Kirchtürme. Stattdessen fanden wir auf der Insel in der Mitte vom See einen kleinen buddhistischen Tempel, welcher sich, sehr zur Belustigung der Touristen, durchaus weltliche Problematiken zu widmen scheinte,. Im Anblick derartig bildlicher Symbolik, verblassten sowohl tibetische Shamisen-Spieler als auch der Aufmarsch dieser tierisch niedlichen Familie zur Nebensache. Bei der Erkundung der reichlich von buddhistischen Mantra-Flaggen behangenen Insel wurde uns auch erzählt, dass hier früher tibetische Wasser-Bestattung stattfanden. An der besagten Stelle sollen die menschlichen Überreste zerkleinert in den See geworfen worden sein, damit sie von „heiligen Fischen“ verzehrt und somit wiedergeboren werden.  Deswegen würden Tibeter in der Region auch keinen Fisch essen. Egal wie das Ganze wohl abrief, zum Gruseln war das Wetter in der „tibetischen Schweiz“ definitiv viel zu schön.

Den Abend verbrachten wir wieder entspannt in Café Makyeame mit Tasse Käffchen und Teigkuchen aus Tsampa (tibetischer Gerstenbrot). Als wir uns gegen Mitternacht nach Hause machten, beobachten wir wie hunderte von Pilgern auf Händen und Füssen in der Dunkelheit der Nacht den Jokhang Tempel betend umrundeten…

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