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Über Start-ups und Liberalismus als Exportgut

Interessater Artikel auf SPON über ein junges IT-Unternehmen in Indien, geführt von einem jungen Deutsch-Chinesen und einem Franzosen.  Eigentlich eine von den vielen typischen Start-up-Stories, wie man sie, seit es Internet gibt, zu tausenden lesen kann.

Das faszinierende an dieser Story ist eigentlich,  zu was Menschen im Stande sind, wenn sie nur den Raum zur persönlichen Entfaltung bekommen und zur richtigen Zeit die richtigen Leute treffen. Schwellenländer wie Indien und China bieten in der Hinsicht kreative junge Köpfe genau den richtigen Nährboden, um  ihre Visionen Realität werden zu lassen. Dort ist man weitgehend befreit von der festgefahrenen Zurückhaltung, die hierzulande Risikoscheue honoriert und Wagemut bereits im Keim erstickt.

Es ist eigentlich traurig, dass in Deutschland an den Unis Unternehmertum gepredigt werden,  die Absolventen aber zur Umsetzung des Gelernten die besten Bedingungen eher im Ausland finden. Aber das ist eben auch ein Aspekt der Globalisierung. Die Schwellenländer brauchen dringend visionäre „Macher“, die sie mit ihrem eigenen maroden Bildungssystem nur ungenügend heranzüchten können. Dieser Hunger muss von westlichen Ländern wie Deutschland verantwortungsvoll  durch Bildungsexport „Made in Germany“ gedeckt werden. Derzeit ist es natürlich bar jegliche Langzeitstudie hinsichtlich Folge und Erfolge für Standort Deutschland, hat dafür aber auf jedenfall den netten Nebeneffekt, Schwellenländer mit liberalistischem Gedankengut „durcktränken“ zu können.

Ganz nebenbei freut es mich natürlich persönlich, dass die jungen Enterpreneure mit ihrer Erfolgstory wieder eins gezeigt haben, Diversifikation ist Trumpf! Und ein multi-kultureller Werdegang ist nicht nur sexy sondern auch unverzichtbar, um international bestehen zu können. 😉