Archive for the ‘Tango’ Category

Tango-Schuhe und Fertignudel

Ich unterbreche die Tibet-Berichterstattung mit einer wichtigen Eilmeldung. Und zwar sind meine Tango-Schuhe, die ich damals während des Tango Festivals in Seoul bei Odile bestellt habe, endlich eingetroffen. Die Verarbeitung ist echt exzellent und die Größe passt wie angegossen. Teuer wie diese sind, werde ich sie natürlich nur auf Milongas tragen und sonst weiterhin mit meinen wesentlich günstigeren Tanzschuhen „Made in China“ üben. 

Übrigens, als ich das Paket öffnete, entdeckte ich zu meiner Überraschung auch eine Packung koreanische Fertignudel als nette Beigabe. Werde die kleine Aufmerksamkeit  mal probieren, wenn mich der kleine Hunger überkommt. Ich hoffe nur, die ist nicht allzu scharf. 🙂

Kick me one more time…

Anbei eine schöne Showeinlage von Cristian Lopez und Nao Tsutsumishita auf der Retro Milonga von Seoul Tango Festival 2010. Das Video zeigt übrigens gut, warum in der ersten Reihe Sitzen nicht unbedingt  immer eine gute Idee ist. 😀

Seoul Tango Festival 2010 – Performances

Endlich sind die offiziellen Videoaufnahmen der Maestros auf Grand Milonga Seoul Tango Festival 2010 verfügbar. Aus Show-Gesichtspunkten heraus betrachtet sind die Vorstellungen von Francisco und Carolina sicherlich am spektakulärsten, wie diese Interpretation von  Caceres „Tango Negro“  eindrucksvoll beweist.

Nachfolgend die Links zu den allen 9Videos.

Javier Rodriguez y Andrea Misse Part 1 | Part 2 | Part 3

Fabian Peralta y Virginia Pandolfi Part 1 | Part 2| Part 3

Francisco Forquera y Carolina Bonaventura Part 1 | Part 2| Part 3

Übrigens bin ich selbst auf fast allen Aufnahmen zu sehen. Ihr müsst mich aber suchen. 😀

2010 Seoul Tango Festival – Some Pictures

Sorry Leute, dass es so lange gedauert hat. Aber gleich nachdem ich aus Seoul zurück war, musste ich so einige „Schiefstände“ im Projekt, das ich betreue gerade biegen. Die De-Eskalation hat mir erstmal zwei lange Nächte am Arbeitsplatz gekostet. Zum Glück ist der Ausnahmezustand jetzt erstmal vorbei und ich hab wieder etwas Zeit für „wesentliche“ Sachen 🙂

Anbei einige Fotos, die ich in Seoul geschossen habe. Wenn jemand jetzt Bilder von Tango-Tänzern erwartet, den muss ich noch etwas vertrösten. Von den Tango-Performances wurden nur offizielle Aufnahmen gemacht, die aber demnächst kostenlos in Youtube verfügbar sein werden. Ich werde diese dann natürlich verlinken und auch noch paar selbstgedrehte Videos von den Milongas auf Youtube uploaden. Deswegen sind die meisten Fotos im Slideshow eher kulinarischer Natur. 🙂

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Nachricht aus Seoul

Sitze gerade am Seoul Incheon und genieße dank des Free-WiFi Services hier am Flughafen die seltene Freiheit, uneingeschänkt auf die nach chinesischem Verständnis „subversiven“ Facebook und WordPress-Seiten zugreifen zu dürfen.

Die vergangenen vier Tagen auf Seoul Tango Festival waren einfach unglaublich. Neben dem Workshop und den Milongas stand das After-Milonga-Socializing besonders in Vordergrund. War bis zum Morgengrauen mit einigen der besten Tango-Tänzern Asiens essen und trinken, habe dabei die koreanische Küche (und Trinkbräuche) ausgiebig kennengelernt und jede Menge neue Bekanntschaften geschlossen. Ein ausführlicher Bericht inklusive Fotos folgt in kürze. Jetzt bin ich einfach nur noch erschöpft aber überglücklich und freue mich nur noch auf mein riesiges Bett in Beijing 🙂

Tango im Tempel

Derzeit sind Isabel Acuña und Andres Laza Moreno, zwei erfahrene Tango-Lehrer aus Buenos Aires zu Besuch in Beijing, um Workshops abzuhalten. Am Wochenende fand anläßlich dessen die Willkommens-Milonga in einem 700-Jahre alten chinesischen Tempel in Beijing statt mit Live-Musik und Tango-Performance von Isabel und Andres.

Es war eine ausgesprochen ausgefallene Tanz-Ambiente. Und ich habe natürlich versucht, alles fleissig mit meiner Kamera festgehalten. Zwei der Videos vom Tango-Performance habe ich mittlerweile auf Youtube hochgeladen. Eins davon zeigt einen schnellen Milonga von Isabel und Andres, welcher übrigens beim ersten Versuch dank eines Kurzschlusses der Anlagen jäh unterbrochen wurde. 😀 Die Version auf dem Video stammt vom zweiten Anlauf. Wie man sieht, hat dieser kleine Aussetzer dem Rhythmus von beiden keinen Abbruch getan.

 

Let’s Tango!

Viele von Euch werden sicherlich fragen, was ich in Beijing sonst so treibe. Immerhin können paar Sightseeing-Aktivitäten am Wochenende wohl kaum meine Freizeit derart in Anspruch nehmen, dass ich kaum noch zum Bloggen komme.  Womit ihr recht habt!  Tatsächlich bin ich wohl zur Zeit so busy wie noch nie in meinem Leben. Hierzu fällt mir ein Filmzitat aus Matrix Teil 1 ein:

Thomas A. Anderson is a man living two lives. By day he is an average computer programmer and by night a malevolent hacker known as Neo“ – Agent Smith

Nun ich bin weder Programmierer noch Hacker, auch wenn ich durchaus mein Brötchen in der IT-Branche verdiene. Aber tatsächlich führe ich sowas wie ein Doppelleben in Beijing. Am Tag bin ich einer von vielen anonymen White-collar Workers, wenn auch ein etwas sonderbarer, sobald ich meinen Mund aufmache :).  Und abends (und oft gerne auch bis tief in die Nacht), verwandle ich mich in den eifrigen Tango-Azubi, der durch die Milonga-Szene von Beijing  geistert und wehrlose Tangueras (=Tangotänzerinnen) zum Tanzen auffordert, oftmals ohne groß Rücksicht zu nehmen auf mögliche (Gesichts-)Verluste, verschuldet durch meine immer noch sehr beschränkte Tanzfähigkeit.

Obgleich es bei Milonga für die weibliche Part durchaus die Möglichkeit vorgesehen ist, die Aufforderung zum Tanzen ohne weitere Erklärung abzulehnen, machen gerade in Beijing (zum Glück) kaum eine Dame davon gebrauch. Und ich habe noch nicht ganz raus, ob es an der mangelnden Männerauswahl liegt, dass selbst gute Tänzerinnen sich immer wieder mit meinen (noch!) bescheidenen Tanzkünsten abgeben, oder aber daran, dass Chinesinnen von Haus beigebracht werden, einem Mann nie sein Gesicht verlieren zu lassen. Wie auch immer geartet, für meinen Lernfortschritt war es bisher immer sehr dienlich. Ein weiterer Vorteil vom Tango-Tanzen ist, man lernt unheimlich schnell eine bunte Mischung an Leute kennen, die alle die Leidenschaft für Tango Argentino verbindet. Eine bessere Möglichkeit in Beijing Anschluss zu finden hätte ich mir gar nicht zu erträumen gewagt. Tatsächlich verbringe ich nun einen Großteil meiner Freizeit mit Tango-Lernen und Üben. Eigentlich ein Glücksfall, dass ich derzeit arbeitstechnisch noch viel mit Kollegen aus Deutschland zu tun habe, und somit dank des Zeitunterschieds von sieben Stunden morgens nicht allzu früh zur Arbeit muss. 😉

Diese Zeilen verfasst der erschöpfte Tango-Azubi übrigens nach einer durchtanzten Milonga in Hidden Dream Cáfe, ein wunderschönes Buenos Aires-Style Tango Café in einem ehemaligen chinesischen Fürsten-Residenz aus der Qing-Dynasty (段祺瑞执政府旧址).

Three (inofficial) Rules of  Tango Argentino:

1. Make the Woman happy!

2. Listen to the Music!

3. Dance with Beauty!