Archive for the ‘Deutschland’ Category

Kochkurs Part Deux

Mesdames et Messieurs… La recommandation d’aujourd’hui:

Abschiedsessen mit Freunden

Anlässlich meines Abschieds von Mannheim war ich gestern mit einigen guten Freunden essen und trinken und bissl in den Nikolaustag hineinfeiern.

Lars, schade dass Du nicht kommen konntest. Aber wenn Du das hier sieht, weisst Du ja, was Du verpasst hast 😀

Eine schrecklich nette Telco

Eine typische Telefonkonferenz, wie er in ähnlicher Konstellation zu Hunderten  in unserer Firma geführt wird. Am Telefon: der amerikanische VP (nennen wir ihn mal Bob) in Palo Alto, ein indischer Kollege aus dem Testcenter in Bangalore, eine junge Entwicklerin aus Shanghai und ein japanischer Projektmanager, der irgendwo in Tokio am Telefon hing, schließlich der deutsche Entwicklungsleiter und meine Wenigkeit.

Folien wurden aufgelegt, KPIs durchgegangen und schließlich wurde der Testplan für die Software gezeigt. Was schnell auffiel, es war ein Plan mit vielen roten Ampeln…

VP Bob schrieh, nein, brüllte mit feinstem West Coast Akzent in den Hörer. Redete von Gott und die Welt und dass es wohl nicht wahr sein durfte, dass der Testplan für die Software zwei Wochen vor Go-to-Market so rot aussah wie die Flagge von China.

Man hörte nur stotterndes „Dauer-Yes-Yes“ aus Indien, Shanghai kam nicht über ein „Okay…“ hinaus und aus Tokio vernahm man außer ein leichtes Stöhnen in Sekundentakt nur den eisernen Mantel des Schweigens. Allein der deutsche Entwicklungsleiter gab sich mit seinem Schwaben-Englisch zum Besten und versuchte die Situation runterzuspielen, bewirkte jedoch genau das Gegenteil.

Denn  Bob war in seinem Element. Man konnte förmlich spüren, er weidet sich an der allgemeinen Ratlosigkeit. Vielleicht ärgerte es ihm auch nur, dass die Kollegen in Asien bald Feierabend machen konnten, während er sich nachts für die Telco aus dem Bett hatte zwingen müssen.

Bob, may I interrupt you for a second? I think you got it wrong.“ I nutzte den kurzen Augeblick, den Bob brauchte, um für seine nächste Anschuldigungswelle Luft zu holen, und platzte dreist in seinen Monolog. Mut zur Lücke eben… Ich füllte mich irgendwie in der Pflicht, meine Kollegen vor den verbalen Entgleisungen Bobs zu schützen.

Fast eine Minute Stille in der Leitung. Man konnte nur ahnen, was sich an anderen Enden der Leitungen gerade für Szenen abspielten. Der indische Kollege hat wohl schon angefangen, für meine sterbliche Überreste in Nirvana zu beten. Die Chinesin faltete womöglich breits Papiergeld für meinen Aufenthalt in Jenseits. Und unser Japaner aus Tokio rieb sich wahrscheinlich unglaublich die Augen hinsichtlich meines Kamikaze-Vorstoßes.

Ein mürrisches „Who is speaking?“ aus der Leitung, was daraufhin deutet, dass Bob nicht unbedingt begeistert war, von einer fremden Stimme unterbrochen zu werden.

Hi Bob, XXX  here from Product Management.“ Tatsächlich nahm ich zum ersten Mal an dem wöchentlichen Meeting teil. Ich fuhr unberirrt fort mit der Erklärung, dass eigentlich alle Anwesenden schon die ganze Zeit versucht hatten, Bob klarzumachen, dass er die Information aus dem Testplan völlig falsch interpretierte. Nur hatte sich keiner so richtig getraut, es ihm wirklich offen zu sagen (Die letzte Bemerkung habe ich mir allerdings dann doch verkniffen).

Plötzlich ein lockeres, ja fast süffisantes „Well okay, then it’s not that bad after all!“ aus Palo Alto.

Große Erleichterung in der Runde und auch in Asien. Ende der Story. 🙄

Lessons Learned:

Nur weil wir alle Englisch reden, heisst es noch lange nicht, dass wir uns verstehen.

Nur weil wir uns nicht verstehen, heisst es noch lange nicht, dass der Chef immer recht haben muss.

Nur weil viele Asiaten dazu neigen, der Wahrung der Hierarchie mehr Bedeutung beizumessen als kritischer Auseinandersetzung mit Vorgesetzten, heisst es noch lange nicht, dass alle Asiaten so sein müssen. 😈

Nachtrag: Vielleicht hatte ich aber auch nur Glück,  für eine deutsche Firma arbeiten zu dürfen. Siehe Artikel 😀

Leckeres aus meinem Kochkurs

Anbei einige Bilder von meinem netten Kochkurs. Ja,  das abgebildete Drei-Gänge-Menü habe tatsächlich ich zubereitet. Freue mich schon auf nächste Woche mit der genialen Truppe. Dann kommt nämlich Fisch dran.

Über Start-ups und Liberalismus als Exportgut

Interessater Artikel auf SPON über ein junges IT-Unternehmen in Indien, geführt von einem jungen Deutsch-Chinesen und einem Franzosen.  Eigentlich eine von den vielen typischen Start-up-Stories, wie man sie, seit es Internet gibt, zu tausenden lesen kann.

Das faszinierende an dieser Story ist eigentlich,  zu was Menschen im Stande sind, wenn sie nur den Raum zur persönlichen Entfaltung bekommen und zur richtigen Zeit die richtigen Leute treffen. Schwellenländer wie Indien und China bieten in der Hinsicht kreative junge Köpfe genau den richtigen Nährboden, um  ihre Visionen Realität werden zu lassen. Dort ist man weitgehend befreit von der festgefahrenen Zurückhaltung, die hierzulande Risikoscheue honoriert und Wagemut bereits im Keim erstickt.

Es ist eigentlich traurig, dass in Deutschland an den Unis Unternehmertum gepredigt werden,  die Absolventen aber zur Umsetzung des Gelernten die besten Bedingungen eher im Ausland finden. Aber das ist eben auch ein Aspekt der Globalisierung. Die Schwellenländer brauchen dringend visionäre „Macher“, die sie mit ihrem eigenen maroden Bildungssystem nur ungenügend heranzüchten können. Dieser Hunger muss von westlichen Ländern wie Deutschland verantwortungsvoll  durch Bildungsexport „Made in Germany“ gedeckt werden. Derzeit ist es natürlich bar jegliche Langzeitstudie hinsichtlich Folge und Erfolge für Standort Deutschland, hat dafür aber auf jedenfall den netten Nebeneffekt, Schwellenländer mit liberalistischem Gedankengut „durcktränken“ zu können.

Ganz nebenbei freut es mich natürlich persönlich, dass die jungen Enterpreneure mit ihrer Erfolgstory wieder eins gezeigt haben, Diversifikation ist Trumpf! Und ein multi-kultureller Werdegang ist nicht nur sexy sondern auch unverzichtbar, um international bestehen zu können. 😉

Sido in Mannheim

Heute wollte ich eigentlich zum Tango Argentino aber bekam dann ein SMS von meiner Tanzpartnerin, dass sie sich von der Schweinegrippe (!)  habe flachlegen lassen 😯

Das hat aber insofern wiederum gepasst, als dass ich dann von einem Kumpel zum Konzert von Sido eingeladen wurde.  Der Bruder von dessen Freundin (tolle Connection, wa?) ist Musikproduzent in Berlin und mit Sido befreundet. Dieser hat uns dann kurzerhand auf die VIP Gästeliste gesetzt.

Anbei einige Multimedia-Impressionen vom Sido Hey Du! Tour 2009 Mannheim in der „Alte Feuerwache„. Bin eigentlich kein so großer Fan vom deutschen Rap, aber das war dann doch echt gute Party! 8)

Wo bitte ist Japan?!?

Ehrlich.  Mittlerweile denke ich mir echt, die meisten Europäer haben ein grundsätzliches Problem Japan geographisch zuzuordnen. Habe eben die neue Mailingliste für unsere APJ Teams zugeschickt bekommen. Einen Auszug gefällig?

DL IS APJ North: All team members in China, Hong Kong, Taiwan and Korea

DL IS APJ South: All team members in Singapore, Australia, India and Japan

India ist ja schon grenzwertig. Aber warum jetzt Japan zu APJ South gehören soll, ist mir echt schleierhaft. Vielleicht hat da jemand Japan mit Neuseeland verwechselt (sehen ja auch so ähnlich aus…).

Das beste war aber mein Erlebnis damals im Trekkinggeschäft, als ich einen Kompass für einen japanischen Freund kaufen wollte.

O-Ton Verkäufer: „Ach, Sie wollen den Kompass in Japan benutzen! Da brauchen Sie ganz andere. Japan liegt ja auf dem Südhalbkugel!“ 😀

 

IS ISMC APJ North

All team members in China, Hong Kong, Taiwan and Korea; plus region responsible colleagues

IS ISMC APJ North extended

All team members in China, Hong Kong, Taiwan and Korea; plus Field IPs and colleagues in close collaboration

IS ISMC APJ Singapore

All team members in Singapore

IS ISMC APJ South

All team members in Singapore, Australia, India and Japan; plus region responsible colleagues

Einsames Schweinchen

Ein süsses Bild, das heute als lustig-gemeinte Rundmail durch die Firma ging. Zeigt etwas markaber, wie zur Zeit mit dem panischen Umgang mit der Schweinegrippewelle in Deutschland bestellt ist. Verniedlichen lässt sich die Infektionskrankheit allerdings nicht, wenn man bedenkt, wieviele Kollegen derzeit bereits eine unfreiwillige Auszeit nehmen müssen…

Meckern über Mode

War eben auf Taobao, das chinesische Pendant zu eBay.  Wollte mal schauen, ob ich für Beijing (wo gerade schön kuschelige Minusgrade herrschen) das eine oder andere warme Kleidungsstück vor Ort anschaffen kann.

Eher reinzufällig bin ich dann auf die abgebildete modetechnische Geschmacksverirrung gestoßen. Mit viel Wohlwollen darf man den Schnitt vom Anzug wohl als gewagt figurbetont bezeichnen. Dabei bin ich eigentlich selber Freund vom engen Schnitt. Das was mich zum Schmunzeln gebracht hat, ist eigentlich die beigefügte Fotoserie vom abgebildeten Modell. Erinnert mich irgendwie an Szenen aus einem billigen HongKong Triaden-Streifen aus den 50ern.  Dabei meine ich nicht mal die „unauffällige“ Farbwahl des Kleidungsstücks und die „dezente“ Kombination mit den weissen Turnschuhen und der Sonnenbrille.

Wenn diese metrosexuelle Gangsta-Aufmachung wirklich das Strassenbild von Beijing dominieren sollte, dann habe ich ja echt gute Chancen, übersehen zu werden…

Andererseits für umgerechnet 14 Euro kann ich mir so ein Teil eigentlich aus Spaß mal anschaffen und die Reaktion testen… 🙂

Niedergang von Kolonialmächten als Flash-Animation

Visualizing empires decline from Pedro M Cruz on Vimeo.