Archive for 15. November 2009

Ehrenoscar für Lauren Bacall

Lauren BacallMeine all-time Lieblingsschauspielerin Lauren Bacall wurde gestern mit dem Ehrenoscar für ihr Lebenswerk gewürdigt. Eine Anerkennung, die meiner Meinung nach längst überfällig war. Unvergessen ihr Debüt als 19-jährige in der Ernest Hemmingway Verfilmung  To Have and Have Not aus dem Jahr 1944, mit der sie ihren späteren Ehemann Humphrey Bogart an den Wand spielte. Diese wurde dann nur noch getoppt von ihrer Darstellung des mysteriösen Millionärstochters Vivian Sternwood Rutledge im Film-Noir Klassiker The Big Sleep (1946); bis heute mein Lieblingsfilm.

Meine Begeisterung für Lauren Bacall entsprang bereits sehr früh meinem Faible für Hollywood Film Noir der 40er bis 50er Jahre.  Anders als die meisten Hollywood-Mimerinnen ihrer Zeit, punktete sie nicht allein durch ihr Aussehen, sondern vor allem auch durch ihre schauspielerische Begabung, mit minimalistischem Einsatz das Maxium an Aussagekraft aus der Rolle zu holen. Ich freue mich sehr für Lauren Bacall, dass sie nun endlich für ihre filmerische Leistung geehrt wurde.  Sie hatte maßgeblichen Anteil daran, den selbstbewußten, starken Frauentyp in den amerkanischen Film  zu etablieren und nachhaltig zu beeinflussen.

Architekt der Globalisierung

Heute lass ich ein sehr interessantes Interview auf SPON.  Es geht um den jungen deutschen Stararchitekt Ole Scheeren, der in Beijing lebt und im Westen umstritten ist, weil er die Zentrale des chinesischen Staatsfernsehens CCTV entworfen hatte. Von „Hofbaumeister der Dikatoren“  ist u.a. die Rede.

Ich persönlich finde die Arbeiten von Ole Scheeren echt zukunftsweisend. Und ich glaube schon, dass er bei seinen Projekten vorrangig seine eigenen Visionen verfolgt und nicht nur die des Bauherren. Und was mir an Scheeren so gefällt ist seine pragmatische kosmopolitische Haltung. Er denkt nicht in nationalen Grenzen, sondern fühlt sich wohl in einer größeren Weltordnung, in der er seine eigenen kreativen Freiheiten ausleben kann.

Spiegel Online – Stararchitekt Ole Scheeren – Herr der Türme